Die Innere Prüfung ist eine regelmäßig wiederkehrende Prüfung eines Flüssiggastanks.
Sie ist alle zehn Jahre fällig und durch eine zugelassene Überwachungsstelle durchzuführen wie z.B. dem TÜV.
Hierbei wird die Innere Oberfläche bzw. die Isolation des Flüssiggastanks, sowie das Sicherheitsventil, überprüft.

Bis vor einigen Jahren wurde dafür der Flüssiggastank von Innen durch einen Prüfer besichtigt oder eine Wasserdruckprobe (eine Festigkeitsprüfung mit Wasser) durchgeführt. Bei beiden Verfahren musste der Betrieb des Gastanks für den Zeitraum der Prüfung eingestellt werden, sowie der Tank komplett entleert und entlüftet werden. Das war nicht nur ziemlich aufwendig, sondern hat auch viel Geld gekostet. Heutzutage gibt es glücklicherweise einfachere Verfahren um den Zustand des Gastanks zu überprüfen.
Unterirdische Flüssiggastanks werden heute mittels einer Einspeisemessung (ESM) oder einer Schallemmisionsprüfung  (SEP) getestet.

Einspeisemessung (ESM):

Bei einer Einspeisemessung wird anhand der gemessenen Stromleitfähigkeit der Epoxidharz-Ummantelung, Rückschluss auf die Unversehrtheit der Tankisolation gezogen. Dieses Prüfverfahren hat sich als sehr zuverlässig erwiesen, kann allerdings nur bei neueren Gastanks die mit einer Epoxidharz Beschichtung versehen sind, durchgeführt werden. Der Flüssiggastank muss hierbei nicht entleert werden, sodass der Betrieb normal fortgeführt werden kann. Bei älteren Flüssiggastanks, die noch eine Beschichtung aus Bitumen haben, kann dieses Verfahren jedoch nicht angewendet werden.

Schallemissionsprüfung (SEP):

Ältere Gastanks mit einer Beschichtung aus Bitumen, werden mittels Schallemissionsprüfung getestet. Dabei können durch Schallwellen kleinste, oftmals mit dem bloßen Auge nicht erkennbare, Beschädigungen gefunden werden. Durch die Früherkennung, lassen sich die Schäden rechtzeitig beheben und größere Kosten vermeiden. Auch hierbei kann der Betrieb des Gastanks ganz normal fortgesetzt werden.